"Ins Fettnäpfchen treten"

Wussten Sie schon, woher die Redensart „ins Fettnäpfchen treten“ kommt?

Das Räuchern ist im Schwarzwald seit langer Zeit ein traditionsreiches Verfahren zum Haltbarmachen von Fleisch und Fisch. Man denke an den berühmten Schwarzwälder Schinken und geräucherte Forellenfilets, die sich heute weit über die Region hinaus großer Beliebtheit erfreuen.Im Gegensatz zu den heute gebräuchlichen Räucherschränken oder Räucherkammern, wurde die Räucherware früher jedoch im Gewölm der kaminlosen Küche, der Rauch- oder auch Schwarzen Küche, aufgehangen. Durch den vom Herd aufsteigenden Rauch wurden die Lebensmittel über mehrere Wochen hinweg geräuchert und haltbar gemacht.

Um das wertvolle, abtropfende Fett aufzufangen, stellte man auf dem Küchenboden Gefäße auf und nutzte das gewonnene Fett für der Zubereitung von Speisen. So war es nun ein wahrer Fauxpas, wenn ein ungeschickter Zeitgenosse aus Versehen „ins Fettnäpfchen trat“ – besonders bei der Hausfrau sorgte er damit für wenig Freude.